Sie sind hier: Startseite » B » Berufsausbildung

Berufsausbildung



Die Berufsausbildung ist kein Arbeitsverhältnis. Die Berufsausbildung ist insbesondere im Berufsausbildungsgesetz geregelt. Ziel und Zweck der Berufsausbildung soll die Vermittlung von Kenntnissen und Fähigkeiten sei, die zur Ausübung eines qualifizierten Berufes notwendig sind. Die Ausbildung findet in der Regel im dualen System statt. Dies bedeutet, dass der Auszubildende sowohl in einem Ausbildungsbetrieb, wie auch in der Schule ausgebildet wird. Zwischen dem Ausbildungsbetrieb und den Auszubildenden wird ein Ausbildungsvertrag abgeschlossen.

Nach dem Berufsbildungsgesetz müssen Ausbildungsberufe anerkannt werden. Dies erfolgt durch eine Rechtsverordnung. Ist ein Ausbildungsberuf anerkannt, so muss die Ausbildung nach der Ausbildungsordnung erfolgen. Für jeden Ausbildungsberuf existiert daher eine Ausbildungsordnung. Aus dieser ergeben sich die Tätigkeiten, die der Auszubildende zu erlernen hat.

Mit dem Auszubildende ist ein Ausbildungsvertrag abzuschließen. Der Abschluss dieses Ausbildungsvertrages ist formfrei möglich. Aufgrund des §§ 11 BBiG ist jedoch tatsächlich die Schriftform zu bevorzugen. Aus diesen Ausbildungsvertrag muss sich insbesondere ergeben, die Art, sachliche und zeitliche Gliederung sowie gezielte Berufsausbildung, Beginn und Dauer der Berufsausbildung, die Dauer der regelmäßigen tägigen Ausbildungszeit, die Höhe und Zahlung der Vergütung, die Dauer des Urlaubs, wann und warum ein Ausbildungsvertrag gekündigt werden kann sowie gegebenenfalls die Dauer einer vereinbarten Probezeit. Eine Vereinbarung, die dem Auszubildenden zwingend, nach der Ausbildung eine Tätigkeit beim Ausbildungsbetrieb zu beginnen, ist gemäß § 12 BBesG nichtig. Auch nichtig ist die Vereinbarung einer Vertragsstrafe, eine Entschädigung, der Ausschluss oder Beschränkung von Schadensersatzansprüchen.

Die Hauptleistungspflicht des Ausbilders ist die Vermittlung beruflicher Handlungsfähigkeit zum Erreichen des Ausbildungsziels. Ausbildungsmittel sind dem Auszubildenden kostenlos zur Verfügung zu stellen. Aufgaben dürfen den Auszubildenden nur übertragen werden, wenn diese Aufgaben dem Ausbildungszweck dienen.

Der Ausbildung muss fachlich geeinigt sein. Fachlich geeignet ist, wer die berufliche sowie die Berufs – und arbeitspädagogische Fertigkeit, Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt, die für die Vermittlung der Ausbildungsinhalte erforderlich sind.

Ist der Auszubildende minderjährig, so müssen auch seine gesetzlichen Vertreter, in der Regel die Eltern, den Ausbildungsvertrag mit unterschreiben.

Das Ausbildungsverhältnis endet mit Ablegung der mündlichen Prüfung. Wird ein Auszubildende über diesen Zeitraum beschäftigt, so wird ein Arbeitsverhältnis Abgeschlossen.

Als Rechtsanwalt berate ich Arbeitnehmer und Arbeitgeber im Arbeitsrecht.

Hier finden Sie Informationen, die Sie auch ohne anwaltliche Unterstützung weiterbringen können. Diese Informationen können nicht die anwaltliche Beratung ersetzen und dienen daher nur zur allgemeinen Information. Diese Informationen wurden mit bestem Wissen zusammengetragen. Dennoch kann eine Haftung für diese Informationen nicht übernommen werden.

Letzte Änderung am Samstag, 22. Dezember 2018 um 13:27:54 Uhr.

Aufgabe eines Rechtsanwaltes

Sämtliche Rechtsanwälte sind Organ der Rechtspflege. Als solches Organ haben wir Rechtsanwälte die Aufgabe, unsere Auftraggeber mit rechtsstaatlichen Mitteln zum Recht zu verhelfen und unsere Mandanten vor ungerechtfertigten Forderungen zu schützen. Zu diesem Zweck können wir Rechtsanwälte jedermann beraten oder vertreten, soweit die Gegenseite nicht in der selben Sache beraten oder vertreten wurde. Wurde die Gegenseite beraten oder vertreten und würden wir Rechtsanwälte dennoch Sie vertreten, so würden wir einem Interessenskonflikt unterligen und die Interessen sowohl der Gegenseite, wie auch Ihre Interessen veraten.

Im Rahmen der Beratung werden Sie als Mandant über die Rechtslage, die Erfolgschancen, die Möglichkeiten einer Beweissicherung und die anfallenden Kosten sowie das Kostenrisiko informiert. Im Rahmen der Erstberatung gelingt dies jedoch nur eingeschränkt, da nicht der gesamte Sachvorhalt bekannt ist.

Jedermann kann sich in jedem Verfahren vor Behörden oder Gerichten durch einen zugelassenen Rechtsanwalt vertreten lassen. In einem Strafprozess oder einem Bußgeldverfahren wird der Rechtsanwalt als Verteidiger tätig. Die Stellung als Verteiiger ist gesetzliche geregelt. Insbesondere die Kommunikation mit dem Betroffenen oder Mandant ist gesetzlich geschützt. Auch dürfen Rechtsanwälte Akteneinsicht nehmen.
Im Zivilprozess besteht bei den Landgerichten, Oberlandesgerichten und dem Bundesgerichtshof die Verpflichtung, sich durch einen Rechtsanwalt vertreten zu lassen. Gleiches gilt bei anderen Verfahrensarten wie im Arbeitsrecht ab dem Landesarbeitsgericht. Der Sinn dieses sogenannten Anwaltszwangs liegt darin die höheren Instanzen der Gerichtsbarkeit zu entlasten, da Sachverhaltsaufklärungsarbeiten und rechtliche Voreinschätzungen vor Klageerhebung und während des Prozesses durch die Rechtsanwälte erfolgen sollen.

Das zum 1. Juli 2008 in Kraft getretene Rechtsdienstleistungsgesetz löste das bis dahin geltende Rechtsberatungsgesetz ab. Die außergerichtliche Rechtsberatung ist in größerem Umfang für Nicht-Anwälte geöffnet worden. Für den Kernbereich rechtlicher Dienstleistungen, d. h. vor allem die Vertretung vor Gericht, gilt das Anwaltsmonopol im Wesentlichen weiterhin. Die Erfahrungen mit der nicht anwaltlichen Vertretung hat gezeigt, dass nur eine anwaltliche Beratung und Vertretung den Interessen der Mandanten grundsätzlich gerecht werden.

Die Bundesrechtsanwaltsordnung (BRAO) führt die allgemeinen Aufgaben des Rechtsanwalts nicht abschließend auf. § 1 der BRAO definiert den Rechtsanwalt als „unabhängiges Organ der Rechtspflege“. § 3 BRAO führt aus: „Der Rechtsanwalt ist der unabhängige Berater und Vertreter in allen Rechtsangelegenheiten.“ Konkreter nennen §§ 48, 49 und 49a BRAO die Pflichten zur Prozessvertretung im Zivilprozess unter bestimmten Bedingungen, zur Pflichtverteidigung und zur Beratungshilfe. Die Berufsordnung für Rechtsanwälte (BORA) nennt in § 1 Absatz 3 folgende Aufgaben des Rechtsanwalts: „... seine Mandanten vor Rechtsverlusten zu schützen, rechtsgestaltend, konfliktvermeidend und streitschlichtend zu begleiten, vor Fehlentscheidungen der Gerichte und Behörden zu bewahren und gegen verfassungswidrige Beeinträchtigung und staatliche Machtüberschreitung zu sichern.“ Die Unabhängigkeit der Rechtsanwälte und der Schutz vor ungerechtfertigter Verfolgung wegen ihrer rechtmäßigen Berufsausübung wird auch durch internationale Standards gesichert, wie z. B. die Empfehlung des Europarats zur freien Ausübung des Anwaltsberufs oder die UN Grundprinzipien betreffend die Rolle von Rechtsanwälten.

Abstrakt können Sinn und Aufgaben der anwaltlichen Tätigkeit wie folgt aufgegliedert werden:

Rechtsgestaltung (Kompliziertere, aber für die Wirtschaft bedeutende Rechtsgeschäfte würden ohne anwaltliche Hilfe in der Vertragsgestaltung oftmals unterlassen werden. Umstritten ist hingegen die Einbeziehung von Anwälten durch Ministerien für die Erarbeitung von Gesetzentwürfen)
Rechtssuchende über Ansprüche und Gegenansprüche aufzuklären und Beweise zu sichern
außergerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen (durch anwaltliche Aufforderungsschreiben, Vertragsstrafen). Vertragsstrafen und die Kostentragungspflicht des Anspruchgegners leisten dabei auch einen Beitrag zur Prävention vor zukünftigen Rechtsverstößen
Entlastung der Justiz durch Abraten von der Klageerhebung bei mangelnder Erfolgsaussicht (Filterfunktion für die Gerichte), außergerichtliche Streitbeilegung durch Abschluss von außergerichtlichen Vergleichen (damit auch zum Rechtsfrieden beizutragen), Mediation (in diesen Fällen wird der Anwalt als Mediator und nicht als Vertreter einer Partei tätig)
Verfahrenshilfe für die Prozesse vor den Gerichten zu leisten (Sachverhaltsklärung und Ordnen der Darlegungen, Rechtsausführungen)
Kontrolle der Rechtsprechung unterer Instanzen auf Rechtmäßigkeit, ggf. mit der Folge Rechtsmittel einzulegen
Prozesshandlungen vorzunehmen (zum Beispiel: Einreden zu erheben, Vergleiche abzuschließen, Rechtsmittel einzulegen)
durch Mitarbeit in den berufsständischen Organisationen, Beiträge in Fachzeitschriften oder Kommentaren zur Fortbildung der Rechtsauslegung, insbesondere der Rechtsprechung, und zur Gesetzgebung beizutragen.
Nach groben Schätzungen besteht die anwaltliche Arbeit an Mandaten zu mindestens 80 % aus Sachverhaltsaufklärung und zu 20 % aus daran anschließender Rechtsanwendung.
Sowohl im Arbeitsrecht, wie auch im Zivilrecht werden Prozesse in der Regel schriftlich bearbeitet. Daher kommen den anwaltlichen Schriftsätzen erhebliche Bedeutung zu.

Wir nutzen Cookies auf unserer Website um diese laufend für Sie zu verbessern. Mehr erfahren